Produktbewertung für TRW Bremsbeläge organisch Mit ABE

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Standzeit unter aller S..

Erstellt am 02.06.2014 00:30 Uhr

Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen.
Hier meine Bewertung für den von mir gekauften LUCAS Bremsbelag:

+ Funktion erfüllt, Bremse funktioniert.
- Die Haltbarkeit ist nicht akzeptabel.

Der Suzuki (GSF1200S) Originalbelag (hinten) hat 60000Km gehalten, und wurde 04/2010 gegen den LUCAS-Belag (Art.-Nr. 10044127) getauscht.
Gestern bin ich kurzentschlossen in den Shop nach M-Pasing gefahren, und habe diesen Belag (Fehler!) erneut erworben und eingebaut.
Nein, mein Bike hat heute nicht etwa 120Tkm auf der Uhr, es sind nur 77140.
Erst nach dem Einbau habe ich in meinen Unterlagen gesehen dass der Belag, man muss es so sagen, nur 25% der Standzeit des Herstelleroriginals aufweist.
Nach nur 17000Km habe ich bereits auf Metall gebremst, und das bei der Hinterradbremse, die ja sowieso kaum Bremsenergie aufnimmt.

Beim örtlichen Suzukihändler sicher unerschwinglich, aber in den USA habe ich den Originalbelag für 43,55 USD gefunden, dies entspricht so ziemlich dem Louis-Preis von 32 EUR.

Bevor Fragen kommen:
- Nein, meine Fahrweise hat sich nicht gravierend verändert.
- Nein, das Rad oder die Bremse war nie irgendwie schwergängig oder fest.
- Nein, ich bin weder Suzuki-Händler, noch vertrete ich irgendwelche wirtschaftliche Interessen.
- Ja, ich bin von der Qualität des LOUIS-Bremsbelag sehr enttäuscht! 32EUR, der Aufwand und die Arbeitszeit! Kaufe ich nie wieder.

Kommentar:
Sehr geehrter Kunde,
leider liegen uns die Beläge und die anderen Bremsenkomponenten nicht vor, was für eine korrekte Analyse notwendig wäre. Daher möchten wir uns mit dieser Sammlung von Erklärungen dem Problem des erhöhten Verschleißes theoretisch nähern:
Die ersten Original Beläge hatten beste Bedingungen für eine gute Standzeit, denn alle Bremsen- und Fahrwerksteile und Komponenten waren zunächst neu. Mit den Jahren verändert sich nach für nach die Ausgangsposition für Austauschteile. Unabhängig davon ist die Laufleistung der OE Teile von 60.000km eine beachtliche Leistung und spricht für Ihr Fahrverhalten.

Auch wenn das Rad freigängig ist, hat im Bremssattel Verschleiß stattgefunden. Dieser kann sich auf die Freigängigkeit der Kolben so auswirken, dass unbemerkt ein Restschleifmoment der Beläge stattfindet. Dies erzeugt stetig leichtes Schleifen und reduziert die Lebensdauer der Beläge.

Generell ist davon auszugehen, dass eine Bremsscheibe nach 60.000km über erhebliche Verschleißspuren verfügt. Sowohl am äußeren, wie am inneren Rand bleibt ein feiner Grad stehen und die Lauffläche auf der Scheibe fängt an zu verschleißen. Wenn nun die Beläge gewechselt werden, haben diese den Nachteil, dass eine vollflächige Auflagefläche für die Beläge nicht in dem Maß gegeben ist, wie es bei dem ersten Original Belag der Fall war. Die Beläge werden bis zu einer endgültigen Bettung an der Scheibe u.U. partiell überhitzt, nämlich an den Stellen, die als erstes an liegen. Die Ränder der Beläge können je nach Ausbildung des Grads an der Scheibe besonders beansprucht werden.

Die organische Belagmischung ist eine der meist verkauften in Deutschland. Der Bremsbelag MCB 531 findet bei einer Fülle von älteren Suzuki und auch Kawasaki Motorrädern seit vielen Jahren Einsatz. Es fehlt uns daher nicht an Erfahrung, dieser Belag hat sich bisher in jeder Hinsicht bewährt und es liegen uns praktisch keine Reklamationen vor.

Jeder Hersteller produziert seine Beläge basierend auf den unterschiedlichsten Materialien und Mischungsverhältnissen. TRW entwickelt seine Beläge nicht als eine billigere Variante gegenüber den Original Belägen, sogar häufig ist der Reibwert (Bremsleistung) auch gegenüber Serienbelägen höher. Die meisten Motorradfahrer bevorzugen weiche Bremsbeläge (hoher Reibwert) und ein direktes Ansprechverhalten. Das bedingt einen höheren Verschleiß der Beläge, was gerne in Kauf genommen wird. Dennoch gehen wir nicht davon aus, dass die Quote so schlecht zu Ungunsten von den TRW Belägen ausfallen sollte. Eher muss in Betracht gezogen werden, dass der Verschleiß bei Austauschteilen progressiv zur Laufleistung des Gesamtfahrzeugs ansteigt.

Auch wenn sich Ihr Fahrstil generell nicht geändert haben mag, so können Situationen aufgetreten sein, die sich nicht im Blickfeld befinden. Auch hier werden nur Beispiele genannt: Urlaubsfahrten mit anspruchsvolleren Routen, höhere Quote von Fahrten in der Stadt, Bremsungen bei höheren Geschwindigkeiten oder eine generelle Gewichtzunahme des Fahrzeuges, z.B. durch Beladung oder Sozius.

Wir werden inzwischen prüfen, ob bei dem Originalbelag das Verhältnis von der Stärke der Rückenplatte zum Belagmaterial mit der TRW Relation übereinstimmt. Vielleicht ist unsere Rückenplatte etwas dicker und damit der Anteil Belagmaterial etwas dünner. Auf Grund der Vielfalt der Modelle, für die der Bremsbelag Verwendung findet, wären Unterschiede möglich.

Es tut uns leid, dass unser Bremsbelag einen schlechten Eindruck hinterlassen hat. Wir nehmen Ihren Beitrag überaus ernst und sind grundsätzlich bemüht, unsere Produkte stetig zu verbessern. Vielleicht geben Sie uns mit der Einsendung der bemängelten Beläge eine Gelegenheit dazu.

Viele Grüße aus Neuwied
TRW Motorrad Team

Bewertung: 2 von 5

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