Produktbewertung für Gilles Fußrastenanlage

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4.42 von 5 Sternen

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Gilles AS 31 GT für Aprilia RSV 1000 R Factory

Erstellt am 26.09.2012 17:01 Uhr

Der Anbau ist nur von einem Zweiradmeister durchführbar. Der Einbau nimmt drei Stunden fachmännischer Arbeit in Anspruch. Es liegt lediglich ein Teilegutachten dabei, so dass eine Eintragung beim TÜV notwendig ist.

Linke Rastenanlage:

Die Grundplatte wird am Rahmen mit Dizstanzscheiben angebracht und muss mit dem Serienhalter der Verkleidung verbunden werden. Die nötige Schraube wird nicht mitgeliefert. Die Anlage ist auf max. Länge eingestellt. Das bedeutet, dass die Anlage gegen den Auspuff stößt. Um diesen Umstand zu beheben, muss die Position des Schaltarms an der Anlage selbst verändert werden. Hierfür sind drei Gewinde vorgesehen, die man nach eigenem Willen auswählen kann. Für diese Arbeit sind Bit-Einsätze im Zoll-Format nötig, was die meisten Fahrer genauso wenig besitzen wie die notwendigen Torx-Einsätze. Hat man die nun den Varioarm entsprechend eingestellt, ärgert man sich mit dem Umlenker zum Schaltgestänge herum. Wenn die Anlage dann sitzt, steht sie etwas weiter vom Motorrad ab, was aber nicht stört. Die Raste klappt nicht ein, so dass jeder Sturz garvierende Folgen für Anlage, Rahmen und Schwinge hätte. Ist das alles geschafft, kann man sich über eine tolle Optik und über reibunslose Schaltvorgänge freuen.

Die rechte Seite:

Jetzt wird es kompliziert! Auch hier fehlt die Schraube für den Verkleidungshalter. Das große Problem ist nicht die Raste selbst, sondern dass die Bremspumpe komplett verlegt werden muss. Hierzu muss sie vom Motorgehäuse entfernt werden. Die Pumpe muss in ihre Einzelteile zerlegt werden (Spezialwerkzeug für Sprengring nötig), da dort eine andere (mitgelieferte) Feder eingebaut werden muss. Diese Arbeit darf nur ein Zweiradmeister durchführen!

Die neue Kolbenstange ist zu lang eingestellt, so dass die Entlüftung nicht funktioniert. Sie muss fast max gekürzt werden, da sonst die Bohrungen in der Pumpe dauerhaft verschlossen sind. Mit Nachdruck werden die neuen Schrauben eingedreht um dann festzustellen, dass die Gewinde so eng geschnitten wurden, dass Metallspäne im Flußkanal liegen. Also wieder ausbauen und reinigen.

Ist die Pumpe dann irgendwann wieder zusammengebaut, wird sie an den Rastenhaltern angesetzt. Lt. anliegender (schlechter) Bildbeschreibung wird der Vorratsbehälter für die Bremsflüssigkeit gen Hinterrad angesetzt, was für den Bremsschlauch zw. Pumpe und Behälter ein S bedeutet. Dabei knickt der Schlauch leicht ab. Auch die Stahlflexleitung muss verlegt werden. Zudem muss der Vorratsbehälter von hinten aus verschraubt werden, wass nicht nur mühsam ist, sondern von vorne auch noch schei... aussieht. Danach wird sehr mühsam entlüftet. Auch diese Seite steht weiter vom Motorrad ab, als die Serienraste. Besonders schön ist die offene Anbringung des Vorratsbehälters nicht. Der Bremsarm läuft top.

Ich bereue den Kauf zwar nicht, aber einfach ist anders!

Bewertung: 3 von 5

Bewertet von:
Kaufdatum:
25.09.2012