Die Sonnenseite der Schweiz: Unterwegs im Tessin


Tour de Tessin 2

Ein Louis Team war auf Einladung von Tessin Tourismus zwei Tage im Schweizer Kanton Tessin unterwegs und konnte bei der Gelegenheit E-Motorräder der Marke Zero fahren. Die Zero DSR/X liegt konzeptionell irgendwo zwischen Sporttourer und Reiseenduro – für kurvige Bergstraßen genau richtig. Der Motor liefert zwar „nur“ 100 PS, aber dafür unglaubliche 225 Nm Drehmoment. Die Fahrerausstattung kommt natürlich aus dem Louis Sortiment, genauer gesagt von der Premiummarke Vanucci, die für hohe Qualität und Sicherheit steht.

Tour de Tessin

Hotel La Tureta in Giubiasco

Tour de Tessin

Piazza del Sole, Bellinzona

Tag 1: Tour zum Lukmanier

Die Tour begann im Hotel La Tureta in Giubiasco, einem Palazzo-artigen Bau aus dem 18. Jahrhundert. Moderner Komfort in historischem Ambiente – toll. Und dazu ein richtig leckeres FrĂĽhstĂĽck. So gestärkt machten wir uns auf den Weg nach Bellinzona, der Hauptstadt des Kantons.

Bellinzonas Wahrzeichen sind die drei mittelalterlichen Burgen Castelgrande, Montebello und Sasso Corbaro. FrĂĽher ĂĽberwachten sie den Zugang zu St. Gotthard, Lukmanier und San Bernardino, heute gehören sie zum UNESCO-Weltkulturerbe und sind ein wichtiger Touristenmagnet fĂĽr die Region. Die malerischen Gassen der Altstadt sind ĂĽbrigens ebenso sehenswert.

Wir hatten uns fĂĽr den Tag den Lukmanier Pass vorgenommen, einen der landschaftlich schönsten Alpenpässe der Schweiz an der Grenze zum Kanton GraubĂĽnden. Die Route fĂĽhrt durch ein alpines Bilderbuch: grĂĽne Wälder, glitzernde Seen und darĂĽber schneebedeckte Gipfel. Und wenn man im Brennotal auch mal die HauptstraĂźe verlässt, findet man höchst vergnĂĽgliche Nebenstrecken mit Kurven satt.

Ein Stück unterhalb der Passhöhe waren wir mit Paola verabredet. Paola hat ihr eigenes Unternehmen "Green Experience". Beim Campra Lodge gibt es einen tollen Wald den sie für die Workshops benutzt. Wir waren offen gesagt ziemlich skeptisch. Aber so ein bewusstes Walderlebnis mit viel Ruhe und Sauerstoff eignet sich prima, um nach dem alpinen Kurvenrausch den Adrenalinspiegel zu normalisieren.

Apropos Adrenalin: Einen Alpenpass mit einem E-Motorrad zu fahren ist ein ganz besonderes Erlebnis. Man ist fast geräuschlos unterwegs, verursacht keinerlei Abgase und ist gleichzeitig fasziniert vom satten Drehmoment und der superfeinen Dosierbarkeit der Leistung, ganz egal bei welcher Drehzahl.

Auf dem RĂĽckweg Richtung SĂĽden kehrten wir im Relais Lucomagno ein, das fĂĽr seine traditionelle KĂĽche bekannt ist. Unbedingt empfehlenswert: Eine der hausgemachten Pizzen. 

Letzter Zwischenstopp des Tages war das Castello di Serravalle. Die Festungsruine aus dem 13. Jahrhundert beherbergt heute ein Museum. Von dort hat man einen herrlichen Blick ĂĽber das Tal des Brenno, und damit auf alles, was zum oder vom Lukmanier unterwegs ist. Wer immer den Platz ausgesucht hat, wusste genau, was er tat.

Tour de Tessin

Lukmanier Pass – Waldbaden

Tour de Tessin

Schloss von Serravalle

Tag 2: Tour ins Maggiatal

Typisch für Touren im Tessin ist, dass man einige der schönsten Strecken immer zweimal fährt, weil es irgendwann nicht mehr weiter geht. Für uns hat das außer dem doppelten Kurvenvergnügen noch einen großen Vorteil: Es gibt keinen Durchgangsverkehr. Das Maggiatal ist auch so eine Sackgasse. Vom Hotel mussten wir erstmal zum Nordende des Lago Maggiore. Dort hat die Maggia über die Jahrtausende soviel Geröll aus den Bergen abgelagert, dass darauf heute die beiden mondänen Ferienorte Ascona und Locarno liegen.

Je weiter man das Tal hinauffährt, desto ruhiger wird der Verkehr und desto malerischer die Landschaft. Wir wollten unbedingt die Kirche San Giovanni Battista in Mogno sehen, ein architektonisches Meisterwerk des berĂĽhmten Schweizer Architekten Mario Botta. Die vermutlich meistfotografierte Kirche im Tessin wurde 1992 bis 1996 neu erbaut, nachdem eine Lawine das Vorgängerbauwerk zerstört hatte. Mit ihrer zylindrischen Form, dem schrägen Glasdach und dem kontrastreichen Spiel von schwarzem Granit und weiĂźem Marmor wirkt sie zugleich extravagant und harmonisch.

Richtig einsam wird es, wenn man der Straße weiter Richtung Lago del Sambuco und zum Lago del Narèt folgt. Die Straße ist da zwar noch asphaltiert, aber nur noch einspurig und endet an der Staumauer auf knapp über 2300 m Seehöhe in karger Hochgebirgslandschaft.

Der Kontrast hätte kaum größer ausfallen können, als wir auf dem Rückweg im Grotto Pozzasc Halt machten: Üppiges Grün wuchert um ein altes Tessiner Gasthaus an einem kleinen See, der von einem klaren Bergbach gespeist wird. Mehr geballte Idylle auf so engem Raum kann man sich kaum vorstellen. Zum urigen Ambiente passt perfekt die rustikale Tessiner Küche mit Polenta in allen Variationen.

Nach der Pause sind wir bei Cavergno auf einen Abstecher ins Val Bavona abgebogen, noch so eine wunderschöne Sackgasse. Hier gibt es ein besonderes Naturspektakel zu sehen, den Wasserfall von Foroglio. Ăśber 100 Meter stĂĽrzen die Wassermassen des Flusses Calnègia in die Tiefe. Am FuĂź der Steilwand drängen sich die Rustici, die typischen Tessiner Steinhäuser, eng zusammen um das Kirchlein aus dem 15. Jahrhundert. Ein malerischer Anblick, aber man kann sich gut vorstellen, dass die Menschen hier frĂĽher ein sehr hartes Leben hatten. 

Wir dagegen konnten unsere Zeit im Tessin einfach nur genießen. Deshalb fällt unser Fazit nach zwei Tourtagen rundum positiv aus: Der südlichste Kanton der Schweiz ist ein tolles Tourenrevier für Entdecker und Genießer, eine faszinierende Kombination aus italienischer Leichtigkeit und Schweizer Qualitätsbewusstsein.

Einziges Problem: Wir hatten viel zu wenig Zeit, all die Schönheit und Vielfalt des Tessins kennenzulernen. Es gibt noch so viele Täler, Seen, Städte, Kulturdenkmäler, gastronomische Highlights, sympathische Menschen und natürlich Kurvenstrecken zu entdecken. Wir möchten auf jeden Fall wiederkommen, übrigens gerne wieder auf Elektro-Motorrädern, denn die haben uns bewiesen, dass Motorradfahren auch ohne Auspuffsound Spaß macht.

Hotel La Tureta bei-Nacht, Giubiasco

Lukmanierpass

Schloss von Serravalle

Naturbeken Pozzas

Circolo della Rovana

Tour de Tessin

Wasserfall Foroglio, Val Bavona

Tour de Tessin

Val Lavizzara

Weiteres Tourenmaterial

Hinweis zum Kartenmaterial

Um die Nachfahrbarkeit unserer Tourenvorschläge zu gewährleisten, bieten die hier angebotenen gpx-Downloads eine hohe Wegpunktdichte und sind mit dieser Datenmenge nicht auf jedem Navisystem direkt darstellbar. Zur Bearbeitung kannst du diese gpx-Dateien in das für dein Navigationsgerät passende Routenprogramm importieren und dann in für das Gerät verdauliche Portionen aufteilen. Die endgültige Dateigröße ist dann abhängig vom Navi-Modell und der zugehörigen Software-Version. Solltest du keine Routensoftware besitzen, lässt sich diese Datei auch in den gängigen Online-Routensystemen bearbeiten. Diese bieten für nahezu alle Geräte auf dem Markt die passenden Konvertierungstools.

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