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Wissenswertes über Motorradreifen

Louis verkauft keine Reifen. Trotzdem hier ein paar Worte zum Thema. Weil die Reifen die wichtigste Schnittstelle zwischen Motorrad und Straße sind. Von ihnen hängt ganz entscheidend sowohl der Spaß, als auch die Sicherheit beim Fahren ab.

Die Reifen sind hauptverantwortlich dafür, wie sich ein Motorrad „anfühlt“. Und nicht immer ist die Serienbereifung eines Motorrads auch die beste. Welche Alternativen infrage kommen, erfahren Sie am besten auf den Internetseiten der großen Reifenhersteller unter dem Stichwort „Reifenfreigaben“ oder bei Reifenprofis wie reifen.com. Testberichte in der Fachpresse geben ebenfalls wertvolle Hinweise.

Im Übrigen trauen Sie sich ruhig, mal ein anderes Reifenpärchen auszuprobieren. Denn jeder Fahrer hat seine eigenen Vorlieben und die Qualität ist bei allen großen Reifenmarken ähnlich hoch. Nur Billigangebote exotischer Marken sind mit äußerster Vorsicht zu genießen. Die Reifen sind das Letzte, woran Sie bei Ihrem Motorrad sparen sollten.

[IMAGE: Wissenswertes über Reifen.]

Die wichtigsten Reifentypen

Das Reifenangebot ist heute so vielfältig wie die Motorräder und die Ansprüche ihrer Fahrer. Spezialisierung heißt das Zauberwort. Die folgende kleine Typenkunde kann deshalb nur einen groben Überblick geben. Die Übergänge zwischen den einzelnen Kategorien sind fließend.

[IMAGE: Allrounder.]
[IMAGE: Zitat – "Laufleistung und Nasshaftung machen lange Urlaubstouren bei jedem Wetter problemlos möglich".]

Die Allrounder schlechthin: Tourensportreifen

Diese Reifenkategorie stellt für die Entwicklungsabteilungen die größte Herausforderung dar, weil die Anforderungen der Kunden sehr hoch und sehr widersprüchlich sind. Und die Hersteller schaffen es tatsächlich immer besser, allen Ansprüchen gerecht zu werden: Das Grip-Niveau aktueller Tourensportreifen liegt so hoch wie noch vor 10-15 Jahren bei reinen Sportreifen. Laufleistung und Nasshaftung machen lange Urlaubstouren bei jedem Wetter problemlos möglich. 

[IMAGE: Reifensatz für Touring.]
[IMAGE: Zitat – "Viele Sportreifen haften erst richtig gut, wenn sie warm gefahren sind".]

Genau richtig für Dickschiffe: Touren-/Cruiserreifen

Bei den Reifen für schwere Cruiser und für Tourer vom Schlage einer Honda Gold Wing kommt es weniger auf maximalen Grip in Schräglage an. Hier stehen Eigenschaften wie Stabilität, Tragfähigkeit und Laufleistung im Mittelpunkt. Aus dieser Kategorie stammen auch die überbreiten Hinterradwalzen für Custombikes.

[IMAGE: Sport- und Rennreifen.]

Für ein Leben am Limit: Sport- und Rennreifen

Hier zählen hauptsächlich maximale Haftung und optimale Rundenzeiten. Die vergleichsweise spitze Kontur von Sportreifen sorgt für eine große Auflagefläche der Reifen bei großer Schräglage – wichtig beim Herausbeschleunigen aus Kurven. Dazu passen weichere Gummimischungen, die einerseits für maximalen Grip sorgen sollen, andererseits aber auch relativ schnell verschleißen. Viele Sportreifen haften erst richtig gut, wenn sie warm gefahren sind.

Noch extremer sind reinrassige Rennreifen ausgelegt: kein Profil, geringe Lebensdauer und schlechter Grip bei Kälte beschränken den Einsatz auf die Rennstrecke. Dazwischen gibt es Varianten z. B. für Renntrainings, die zwar für den Straßenverkehr zugelassen sind, deren Leistungsprofil aber stark auf den Rennstreckenbetrieb fokussiert ist.

[IMAGE: Sport- und Rennreifen.]
[IMAGE: Reifensatz für Reiseenduro.]

Die SUVs unter den Reifen: (Reise-)Enduroreifen

Speziell für Groß-Enduros a la R 1200 GS ist diese Art Reifen konzipiert. Im Grunde handelt es sich um Tourensportreifen mit mehr oder weniger gröberer Profilierung. Entsprechend vielseitig und leistungsfähig sind diese Enduroreifen. Jedenfalls auf Asphalt und auf festen Feldwegen. Wer mehr will, greift zu den wenigen grobstolligen Ausnahmen, mit denen auch nasse Wiesen und Sandpisten ihren Schrecken verlieren – natürlich wiederum auf Kosten der Straßen-Performance.

  • 1) Straßenreifen mit Feldwegeignung
  • 2) Mischform für gröberen Untergrund
  • 3) Geländereifen mit Asphalteignung
[IMAGE: Reifensatz für Reiseenduro.]
[IMAGE: Reifensatz für Cross- und Geländeenduros.]

Wenn‘s richtig schmutzig wird: Geländereifen

Sand, Schlamm und Geröll sind die bevorzugten Arbeitsbedingungen für diese Art Reifen. Dort können sich die hohen Profilstollen bestens mit dem Untergrund verzahnen und für Vortrieb sorgen. Trial-, Cross- und Endurofahrer finden in dieser Kategorie Reifen mit hoch spezialisierten Profilen für die unterschiedlichsten Einsatzbedingungen. Nur mit Asphalt kommen Geländereifen gar nicht gut zurecht, zeigen dort ein holpriges und schwammiges Fahrverhalten.

Damit alles passt: die Reifen-Freigabe

In der Zulassungbescheinigung Teil 1 (Kfz-Schein) sind die für das Motorrad zugelassenen Reifendimensionen (siehe unten) eingetragen. Oft sind dort zusätzlich Hersteller und Modell der Erstbereifung vermerkt. Wer ein anderes Fabrikat oder gar Reifen mit anderen Dimensionen fahren möchte, sollte sich vorher erkundigen, ob es dafür eine Unbedenklichkeitsbescheinigung oder Freigabe gibt. Diese gibt’s beim freundlichen Reifenhändler oder als Download auf der Website des Reifenherstellers. So eine Unbedenklichkeitsbescheinigung beruhigt nicht nur Polizisten und TÜV-Prüfer. Sie schützt auch vor bösen Überraschungen in Sachen Fahrverhalten, denn die Freigabe wird üblicherweise erst nach ausgiebigen Testfahrten von Motorrad- und Reifenhersteller erstellt.

[IMAGE: Reifensatz für Roller.]

Die feinen Kleinen: Rollerreifen

Der wesentlichste Unterschied zwischen Roller- und Motorradreifen ist auch der offensichtlichste: die Größe. Allerdings sind die winzigen 10-Zöller alter Vespas inzwischen ziemlich aus der Mode. 12-14 Zoll sind heute die gängigen Größen – gut für mehr Stabilität bei höherem Tempo. Aufbau, Gummimischungen und Profile moderner Rollerreifen ähneln denen der großen Geschwister. Auch hier gibt es sportliche, touristische und sogar offroadtaugliche Varianten. Und es gibt eine Reifenart, die für die Großradfraktion fast gar nicht erhältlich ist: Winterreifen mit Lamellenprofil und Gummimischungen, die auch bei frostigen Temperaturen noch Grip bieten.

Beschriftungen und Markierungen an Motorradreifen

Fahrschulwissen aufgefrischt: Auf jedem Motorradreifen stehen eine Menge Zahlen, Zeichen und Buchstaben. Wer deren Bedeutung kennt, findet alles Wichtige über den Reifen heraus.

[IMAGE: Reifendimensionen erkennen.]

Die Reifenkennzeichnung:

  1. 150 - Breite
  2. 70 - Reifenquerschnitt
  3. R - Konstruktion
  4. 18 - Durchmesser
  5. M/C - Motorradreifen
  6. 70H  - Speed / Lastindex
  7. TL - Tubeless (dt. schlauchlos)

Alter des Reifens erkennen

Wann ein Reifen hergestellt wurde, ist durchaus wichtig: Je älter der Reifen wird, desto mehr verliert er an Elastizität und damit die Fähigkeit, sich mit dem Asphalt zu verzahnen. Deshalb findet man auf jeder Reifenflanke ein ovales Feld mit einer vierstelligen Zahl, die das Produktionsdatum angibt. Beispiel: Die Zahl 1915 bedeutet nicht, dass der Reifen aus der Zeit des Ersten Weltkriegs stammt. Gemeint ist vielmehr die 19. Kalenderwoche des Jahres 2015.

[IMAGE: Zitat – „Die Höhe dieser so genannten TWI (tread wear indicator) entspricht aber NICHT der bei uns vorgeschriebenen Mindestprofiltiefe von 1,6 mm.“]

Laufrichtungs- und Abnutzungsanzeiger

Weil moderne Reifen für eine Laufrichtung optimiert sind, zeigen Pfeile auf den Reifenflanken an, ob der Reifen korrekt montiert ist. In den Profilrillen findet man bei allen Motorradreifen kleine Querstege, die die Verschleißgrenze der Lauffläche anzeigen. Die Höhe dieser so genannten TWI (tread wear indicator) entspricht aber NICHT der bei uns vorgeschriebenen Mindestprofiltiefe von 1,6 mm.

Wartung, Kontrolle und Reparatur von Motorradreifen

Motorradreifen verdienen es, dass man sich um sie kümmert. Schließlich hängt von den runden Dingern ein Großteil des Fahrspaßes ab, den man auf dem Motorrad genießt – von der Sicherheit ganz zu schweigen.

[IMAGE: Reifenzubehör – Reifenventil.]
[IMAGE: Reifenzubehör – Luftkartuschen CO2.]
[IMAGE: Reifenzubehör – Slime Pannen-Set.]
[IMAGE: Reifenzubehör – Rothewald Fußluftpumpe.]
[IMAGE: Reifenzubehör für Tour und Werkstatt.]

Reifenzubehör für Tour und Werkstatt

Montieren, kontrollieren, reparieren: Louis hat für alle Arbeiten rund um die Reifen das passende Zubehör.

Reifenwartung & Zubehör
[IMAGE: Profiltiefe messen.]

Profiltiefe messen

Der Gesetzgeber schreibt eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vor. Besser spätestens bei 2-3 mm wechseln, denn auch „eckig“ abgefahrene Reifen beeinflussen die Fahreigenschaften der Maschine negativ. Spätestens nach dem ersten Reifenwechsel werden Sie wissen, was gemeint ist. Bei Louis gibt es verschiedene Profilmessgeräte, die diese Arbeit erleichtern.

[IMAGE: Neue Reifen einfahren.]

Neue Reifen einfahren

Neue Reifen sind eine ziemlich rutschige Angelegenheit. Das liegt an einer wachsartigen Schicht auf der Lauffläche. Bis die abgefahren und der Reifen optimal angeraut ist, können bis zu 200 km vergehen.

[ICON: Tipp]

Also: anfangs abrupte Brems- und Beschleunigungsaktionen vermeiden und die Schräglagen allmählich steigern.

[IMAGE: Notreparatur am Motorradreifen.]
[IMAGE: Luftdruckprüfer.]
[IMAGE: Luftdruckprüfer.]

Durch die Erwärmung beim Fahren erhöht sich der Luftdruck um 0,1-0,2 bar. Bei Zwischenstopps auf längeren Touren berücksichtigen!

Notreparatur am Motorradreifen

Grundsätzlich sollte man seine Reifen so oft es geht (z. B. beim Tanken oder Luftdruck prüfen) auf Risse, Fremdkörper und sonstige Beschädigungen überprüfen. Falls einen der Plattfuß unterwegs doch mal erwischt, lassen sich viele Schäden mit Pannensets provisorisch beheben. Aber eben nur provisorisch! Einem geflickten Reifen sollte man am besten nur noch die Fahrt zur nächsten Werkstatt zumuten.

Regelmäßig Luftdruck prüfen

Schon 0,2 bar zu wenig in den Reifen verschlechtern spürbar das Fahrverhalten. Umgekehrt sorgt zu hoher Luftdruck (= kleinere Auflagefläche) für höheren Verschleiß und weniger Grip. Deshalb empfehlen alle Reifenhersteller, den Luftdruck wöchentlich zu überprüfen, am besten mit einem präzisen Luftdruckprüfer. Der korrekte Wert soll bei kalten Reifen eingestellt werden.

Diagonal oder radial: das Innenleben von Motorradreifen

In den runden schwarzen Dingern steckt jede Menge Gehirnschmalz vieler Ingenieure. Neben Gummimischung und Profilgestaltung sind es vor allem die inneren Werte, die über Charakter und Fahreigenschaften eines Reifens entscheiden.

[IMAGE: Diagonalreifen.]

Diagonalreifen *

Der Name kommt vom Aufbau der Karkasse, quasi des Skeletts des Reifens: Um dem Gummi eine stabile Form zu geben, stützen mehrere Lagen von Fäden den Reifen – und die verlaufen eben diagonal zur Laufrichtung. Dieser Aufbau kommt fast nur noch bei Geländereifen zum Einsatz, wo die Flexibilität der Karkasse bei der Anpassung an den Untergrund von Vorteil ist, und bei Reifen für Oldtimer. Nachteile im Straßenbetrieb: Starke Ausdehnung und Erhitzung des Reifens bei hohem Tempo.

1) Karkasslagen in diagonaler Ausrichtung, 2) Lauffläche mit Profil, 3) Felge, 4) Wulstkern, 5) Kernreiter, 6) Karkassumschlag, 7) luftdichte Innenplatte

[IMAGE: Radialreifen.]

Radialreifen *

Die Karkasse eines Radialreifens besteht meist aus nur einer oder zwei Lagen, deren Fäden quer zur Laufrichtung (also radial zur Radachse) angeordnet sind. Darüber liegen die Fäden des Gürtels (meist) parallel zur Laufrichtung. Der Gürtel verhindert, dass sich der Reifen durch die Fliehkraft ausdehnt. Die einzelne Karkasslage erzeugt im Reifen weniger Reibung und entsprechend weniger Hitze – was bei der Leistungsfähigkeit moderner Motorräder auch dringend erforderlich ist.

1) Karkasslage in radialer Ausrichtung, 2) Null-Grad-Gürtel, 3) Lauffläche mit Profil, 4) Felge, 5) Wulstkern, 6) Kernreiter, 7) Karkassumschlag, 8) luftdichte Innenplatte

[IMAGE: Reifenmischung.]
Moderne Laufflächen-Konstruktionen von Sport- und Tourensportreifen kombinieren dank ausgefeilter Technik scheinbar widersprüchliche Eigenschaften.

* Den Gürtel nutzt mancher Hersteller auch, um in der Mitte der Lauffläche eine höhere Laufleistung und an den Flanken mehr Schräglagen-Grip zu erzielen. Andere Hersteller erreichen den gleichen Effekt durch härtere bzw. weichere Gummimischungen.

1) Härtere Gummimischung bzw. stärkere Gürtelspannung für hohe Laufleistung. 2) Weichere Gummimischung bzw. schwächere Gürtelspannung für bessere Haftung in Schräglage

[HEADER: Reifen.com.]
[HEADER: Reifen.com]

Ein Fall für Profis: Reifen-Montage

Räder ausbauen, Altreifen entsorgen, neue Reifen aufziehen, Räder feinwuchten und wieder einbauen – das alles kann man mit dem nötigen Fachwissen und einer gut ausgerüsteten Werkstatt auch selbst machen. Aber wer hat das alles schon? Besser, man überlässt diese Arbeit kompetenten Fachleuten. Das geht nicht nur wesentlich schneller und kostengünstiger. Sie können auch mit dem guten Gefühl losfahren, dass alle Arbeiten korrekt ausgeführt wurden. Louis vertraut in dieser Hinsicht auf die Kompetenz von reifen.com.

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